Para Radsport

Paracycling - Eine Erfolgsgeschichte im BPRSV e.V.

Paracycling steht für Radsport von Menschen mit Behinderung. Diese Sportart kann von Frauen und Männern gleichermaßen betrieben werden. Unsere Radsportler bereiten sich in Cottbus, aber auch bundesweit auf nationale und internationale Wettkämpfe vor.

Um den unterschiedlichen Einschränkungen gerecht zu werden, werden die Athleten klassifiziert und in Klassen eingeteilt. Im Paracycling unterscheidet man vier Klassen:

  • T- Klassen: In dieser Klasse starten Athleten, die beispielsweise von einer spastischen Bewegungsstörung und Gleichgewichtsproblemen betroffen sind. Die Sportler bestreiten ihre Wettkämpfe auf einem Renndreirad.
  • C- Klassen: In dieser Klasse sind beispielsweise Athleten mit Amputationen vertreten. Diese Sportler sind in der Lage auf einem normalen Rennrad zu fahren.
  • H- Klassen: Hier starten Athleten, die von einer Querschnittslähmung betroffen sind. In dieser Kategorie treiben die Athleten ihr Handbike nur mit Hilfe der Arme an.
  • B- Klassen: Diese Klasse ist für Sehbehinderte oder Blinde gedacht. Der Athlet startet auf einen Tandem zusammen mit einem sehenden Piloten.

Der BPRSV e.V. kann auf viele nationale und internationale Erfolge seiner Radsportler zurückblicken. Unsere Athleten haben eine wichtige Vorbildfunktion. Sie beweisen, dass es mit einer Behinderung nicht nur möglich ist, ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben zu führen, sondern dass behinderte Menschen auch in der Lage sind, Höchstleistungen zu erbringen.


Para Radsport bietet aufgrund der unterschiedlichen Fahrradtypen Menschen mit fast allen Beeinträchtigungen die Möglichkeit zur Sportausübung. Es gibt Zwei- und Dreiräder, Handbikes sowie Tandems. Einzige Voraussetzung ist, dass Sportler*innen entweder die oberen oder unteren Extremitäten aktiv bewegen können. Athlet*innen mit körperlichen Beeinträchtigungen fahren in der Regel mit dem Handbike oder mit Zweirädern, bei Amputationen wird mit speziellen Arm- oder Beinprothesen eine Verbindung zum Rad hergestellt. Sportler*innen mit cerebralen Bewegungsstörungen und Problemen mit dem Gleichgewicht üben die Sportart häufig auf Dreirädern aus. Darüber hinaus sind sehbehinderte bzw. blinde Menschen mit sehenden Pilot*innen auf einem Tandem unterwegs.

Im Para Radsport unterscheidet man zwischen den Wettkämpfen auf der Bahn und auf der Straße. Die Straßenrennen untergliedern sich in Einzelzeitfahren, Straßenrennen und Team Relay. Auf der Bahn gibt es verschiedene Disziplinen, von denen jedoch nicht alle zum paralympischen Wettkampfprogramm gehören: Verfolgung, Zeitfahren, Sprint, das Scratch-Rennen sowie das Omnium, eine Gesamtwertung aller Bahndisziplinen. Die Wettkämpfe auf dem Zwei- und Dreirad sowie mit dem Handbike werden je nach Ausprägung der Behinderung in weitere Startklassen unterteilt, um möglichst vergleichbare Wettkämpfe herzustellen.

Der Radsport bietet über die paralympischen Varianten hinaus vielfältige Ausübungsmöglichkeiten. Aufgrund unterschiedlicher Fahrradtypen kann der Sport mit nahezu jeder Behinderungsart ausgeübt werden. Voraussetzung ist, dass Sportler*innen entweder die oberen oder unteren Extremitäten aktiv bewegen können. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bietet das Handbuch Behindertensport. Das Handbuch soll aufzeigen, wie verschiedene Sportarten von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ausgeübt werden können und welche Anpassungen bzw. praktischen Hilfsmittel dafür benötigt werden.

Hier gibt es alle Informationen zu Para Radsport im Handbuch Behindertensport.

Möchten Sie auch dazu gehören? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Unsere erfahrenen Trainer und Übungsleiter beraten Sie gerne.


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